Mein Freiwilligendienst in Costa Rica

Nach 12 Jahren Schule will ich hinaus in die Welt. Sie zu bereisen und zu erkunden, neue Menschen und Kulturen kennenzulernen war schon immer ein großer Wunsch. Die Reisetätigkeit wollte ich jedoch mit einer Aufgabe, einer sinnvollen Anforderung und persönlichen Herausforderung verbinden. Entschieden habe ich mich für einen 11 monatigen sozial-ökologischen und entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Lateinamerika, in Costa Rica.
Während meines Aufenthaltes werde ich bei einer Gastfamilie wohnen. Die gesamte Reise inklusive Vorbereitung, Flug, Aufenthalt, Unterkunft etc. wird von der international tätigen Organisation AFS interkulturelle Begegnungen e. V. geplant und organisiert.

Aufgrund meines Interesses an sozial-ökologischen Themen bin ich nun dem Projekt „Area de Conservatión Guanacaste“ zugeteilt.Das Guanacaste-Schutzgebiet umfasst ungefähr 163.000 Hektar und liegt im Nord-Westen an der Grenze zu Nicaragua. In diesem Gebiet, welches 2% des Landes ausmacht, gibt es hunderttausende Tier- und Pflanzenarten, deshalb gehört es zum UNESCO-Welterbe. 

Das Projekt wurde mit dem Ziel gegründet, all die dort vorhandenen Ökosysteme zu erhalten und zu schützen; viele Menschen leben im und vom Nationalpark.

An den ersten Tagen haben wir viel organisatorisches gemacht und haben uns gemeinsam die Hauptstadt Costa Ricas angeguckt.

In Cartago waren wir dann noch 10 Tage für einen Spanisch Sprachkurs an der TEC (Technológico de Costa Rica), einer Universität. Während dieser Zeit haben wir in Gastfamilien gewohnt. Allerdings war die erste Woche leider online, da bei uns eine Coronawelle ausgebrochen ist. Da ich und meine Zimmernachbarin auch Corona Positiv waren, hieß das für uns Quarantäne. Diese haben wir, da wir nicht die Gaze zeit in unserem Zimmer sitzen wollten auf dem Parkplatz verbracht. 

Am ersten tag wieder in Freiheit sollten wir unsere Familie zu einer Schule begleiten, die an diesem Tag zu einem Wahllokal umgewandelt wurde. In diesem Jahr sind nämlich wichtige Wahlen in Costa Rica, es wir ein neuer Präsident gewählt. Allerdings ist beim ersten Wahldurchlauf kein Sieger hervorgegangen. Zwei Kandidaten sind noch übrig und im April sind dann Stichwahlen. 

Am Ende der 10 Tage ging es für uns dann in unsere richtigen Gastfamilien und in unsere Projekte. 

Meine Gastfamilie lebt in Liberia, Guanacaste. Liberia ist die Hauptstadt dieser Provinz und liegt relativ weit im Nordwesten Costa Ricas. Nach zwei Tagen ankommen und kennenlernen ging es für mich dann das erste mal ins Projekt. Ich und eine andere Freiwillige aus Deutschland werden jeden Morgen von einem kleinen Bus abgeholt der uns direkt zum Camp fährt und am Abend wieder zurück. Unser Projekt ist die Area de Conseravtión Guanacaste und wir gehören zu den Bomberos Forestal, wir sind für Waldbrände zuständig. Jeden Morgen nach unserer Ankunft fahren wir mit einem Jeep in ein Waldstück und müssen darauf achten das die Wege durch den Wald frei sind. Am ersten Tag Im Projekt waren wir auf einer solchen Tour, als wir die Nachricht bekamen, dass ein Feuer ausgebrochen war. Uns wurde später erzählt das seit Monaten keins war. Außerdem war das von vielen dort das erste Feuer, was aber überhaupt nicht den Anschein hatte. Die Männer und Frauen sind da rein und haben es nach ein paar Stunden geschafft es zu löschen. 

An einem anderen Tag sollten wir einen Weg durch den Wald suchen, damit Forscher dadurch kommen. Nach anderthalb Stunden durch den Wald laufen, kamen wir an einem Wunderschönen Strand raus mit türkis blauem Wasser. Es war wie in einem Traum. 

Nun muss ich wieder in Quarantäne, weil die andere Freiwillige jetzt Corona hat und mal schauen wie es dann weiter geht. 

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